Bin bald wieder da!

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Nun hat es mich also doch erwischt: Ich will von Blogger zu Wordpress umziehen.
Und obwohl Anne von Frisch Verliebt mir gesagt hat, dass es eine ganze Menge Arbeit ist und sie ein halbes Jahr dran saß, wollte ich es ja nicht so recht glauben und habe leichtfertig mal "angefangen".

Kurzum:
So ein Umzug verbraucht Ressourcen, die in meiner 40-Stunden Arbeitswoche sowieso rar gesäht sind.

Was ist zu tun?


Ich muss jeden einzelnen Beitrag komplett überarbeiten, da Bilder und Formatierung nicht mehr passen.
Ich muss viele Bilder neu abspeichern, da sie zu klein sind oder das falsche Format haben.
Ich muss jedes Rezept separat anlegen, um euch eine bessere Übersicht zu verschaffen und auch die Möglichkeit, Rezepte direkt zu drucken.

Und zu guter Letzt muss ich alles vom Testserver auf www.caroskueche.de umziehen. Ich hoffe, das klappt dann so, wie ich es mir vorgestellt habe ...


Was habe ich schon getan?


Ich habe ein Layout gefunden, das zu mir passt.
Ich habe den Testserver eingerichtet.
Ich habe die ersten Rezepte umgewandelt.
Ich habe eine Menge gekocht, was ich euch zeigen möchte.

Gebt mir bitte ein wenig Zeit dafür.

Auf Instagram geht es gewohnt weiter und auch bei Facebook bekommt ihr alles mit, was wichtig ist.
Nächste Woche steht der Food Blog Day Berlin an, dahin nehm ich euch mit!



Gefüllte Piñata-Kekse mit Guss

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Wer mich kennt, der weiß, dass bei mir eigentlich eher praktisch und zweckmäßig gekocht und gebacken wird. "Schön" kann da schonmal passieren, gehört aber nicht wirklich zu meinen Talenten.

Als Laura von Glück am Stück für einen gemeinsamen Backnachmittag bunte gefüllte Kekse vorgeschlagen hat, hatte ich nicht die geringste Ahnung, wie das auch nur annähernd funktionieren könnte.

Denn mal ehrlich: Wie krieg ich ne Füllung in den Keks, die nicht mitgebacken werden soll? Bei Nüssen oder Bonbons, die im Ofen schön mit dem Inneren des Gebäcks verschmelzen sollen: Alles klar, versteh ich.

Aber Zuckerkugeln und Schokoperlen?

Nicht vorher füllen, sondern nachher


Der Trick dabei: Man füllt die Kekse nicht vor dem Backen, sondern nachher. Und zwar mit einem ganz fantastischen Trick:
Es ist nicht ein Keks, sondern es sind vier.

Der obere und der untere Teil sind "ganz", aber die beiden Mittelstücke haben schon je ein Loch in der Mitte, in das später die Füllung hineinpasst.
Alle Schichten werden dann mit Zuckerguss zusammengeklebt und dann wird dekoriert:

 

Piñata-Kekse


Für die Piñata-Kekse erst einen einfachen Plätzchenteig herstellen. Laura hat dafür Spitzbubenteig mit Vollkornmehl vorbereitet.
Wichtig ist, dass der Teig beim Backen nicht aufquillt, damit die einzelnen Teile später möglichst nahtlos aufeinander passen.

Zum Zusammenkleben brauchen wir Zuckerguss, aber auch Zucker- oder Schokoschrift  funktionieren.
Erst das Unterteil hinlegen, dann den ersten Mittelteil draufkleben. Den zweiten Mittelteil darauf und dann füllen.

Wir haben Mini-Smarties und Zuckerperlen genommen, weil die so schön rasseln.

Nun mit dem Deckel zukleben und schon sind wir fertig.

Na ja, fast.

Dekoration mit Zuckerguss


Aus Puderzucker und Zitronensaft einen dickflüssigen Zuckerguss anrühren.
Wir haben mit etwas roter Lebensmittelfarbe einen leichten Rosastich mit reingebracht und dann den Guss mit einem Löffel auf den Keksen verteilt (siehe oben).

Zum Schluss kam noch etwas Glitzer drauf und nachdem der Guss getrocknet war, durfte angebissen werden:



 

Fun fact

Die Original Piñata-Kekse waren total bunt - hier wurde also auch der Keksteig vorher noch fleißig gefärbt.
Wie ich später herausgefunden habe: Sowas backt man beispielsweise in Mexiko oder den USA für den Cinco de Mayo, an dem man den Sieg über die Franzosen feiert.

Und wann haben wir gebacken? Am 5. Mai ...






Käse und Ei - ich bin dabei!

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Nachdem wir an die zwei Monate keine tierischen Produkte zu uns genommen haben, war eine der ersten Amtshandlungen nach Beendigung des Vegan-Experiments: Käse kaufen.

Zugegebenermaßen wollte ich nicht direkt wieder beim Massenkonsum einsteigen und habe statt meinen Lieblingssorten Le Gruyére, Halloumi oder Tilsiter erstmal eine Kugel Mozzarella gekauft.
Schön aufgeschnitten mit Tomate, etwas Öl, Balsamico und Salz ... und es war so langweilig und enttäuschend!

Ich bin ein Käsejunkie

 

Ich liebe Käse wirklich. Wurst vermisse ich überhaupt nicht, die habe ich noch nie besonders exzessiv gegessen. Aber morgens ein Brot mit Käse, mal eine Scheibe über die Nudeln oder ein Stückchen zwischendurch ... immer!

Daher dachte ich - wie so viele - dass an der veganen Zeit der Verzicht auf Käse das schlimmste für mich wäre. Sogar ein Grund, alles wieder abzubrechen.



Für eine gewisse Zeit auf Käse zu verzichten, ist aber kein Problem.

Es wäre natürlich gelogen, wenn ich behaupten würde, dass mir der Käse gar nicht gefehlt hat. Gerade am Anfang hab ich mir mal ein Stückchen Wilder Bernd gewünscht oder (später) gedacht, dass einige Gerichte durch etwas Grillkäse durchaus an Charme gewinnen würden.

Aber schlimm? Nein, das war es nicht.
Der vegane Käseersatz hat mich allerdings nicht umgehauen. War ok, aber geschmacklich fast noch schlechter als diese Schmelzkäsescheiben, die schon echt grenzwertig sind ...

Und auch jetzt, wo wir schon seit fast sechs Wochen wieder "nur" vegetarisch essen, gibt es zwar mal Käse, aber eben nur mal.
Pizza ohne Käse hat was, mit Käse ist sie allerdings auch lecker.
So ein bisschen Feta im Salat ist schon nett.

Eier? Brauch ich nicht.

 

Wir kaufen nach wie vor keine Milch, nutzen hier aber ähnliche Produkte auf pflanzlicher Basis.
Mein Mann macht viel Sport, für genügend Eiweiß gibt es daher bei uns Quark. Bei den Nährwerten kann die Alternative von Alpro einfach nicht mithalten.
 
Wenn ich so überlege, was mir am wenigsten gefehlt hat, waren es eindeutig Eier.

Backen ohne Eier geht erstaunlich gut.

Und so kam es, dass ich erst am Samstag beim Spätzlekochen mit Sarah ein paar Eier gekauft habe.

Für Spätzle sind sie nämlich tatsächlich sehr sinnvoll. Aber ansonsten bin ich hier nach wie vor nicht so heiß drauf.











Die restlichen Eier sind also in einen Vanille-Himbeerkuchen gewandert.
Hier waren sie gut aufgehoben und schmecken super.

Wann es die nächsten gibt, werden wir sehen. 



Bärlauch-Spätzle-Salat mit Tomaten und Champignons

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Diesen Frühling hat mich der Bärlauch fest im Griff - oder ich ihn.
Nach dem ersten gekauften habe ich mich mal schlau gemacht, wo man hier in Berlin welchen pflücken kann und bin fündig geworden. Einen Sonntagsspaziergang später haben wir die Pizzaschnecken genossen.

Die Freude währt nur kurz


Die Bärlauchsaison neigt sich aber schon wieder dem Ende entgegen. Der Verwandte vom Schnittlauch (unter anderem) wächst nämlich bevorzugt zwischen April und Mai.
Und auch wenn es für mich nach zwei oder drei Bärlauchgerichten erstmal reicht, weiß ich doch jetzt schon ganz genau, dass ich in ein paar Wochen wieder Lust drauf habe.

Dann, wenn kein Bärlauch mehr wächst.

Es gibt also nur eine Möglichkeit: Massen pflücken und haltbar machen!

Bei der Grünen Woche habe ich an einem Stand getrockneten Bärlauch gekauft. Der eignet sich aber für so gut wie nichts von dem, was ich eigentlich gerne mit Bärlauch mache. Ich gebe zu: War vielleicht ein blöder Kauf. Ich hätte vorher drüber nachdenken können, freute mich aber nur, nun das ganze Jahr über Bärlauch nutzen zu können.

Stelle dir bitte jetzt den Ton vor, der erklingt, wenn eine Quizfrage falsch beantwortet wurde. Und zwar nicht das traurige "düdeldüdüm" von Wer wird Millionär?, sondern ein klassisches "NÖÖÖÖT".
Danke.

Bärlauch pflücken mit Sarah


Aber nachdem ich nun eine Stelle kannte, an der Bärlauch in guter Stückzahl wächst, haben Sarah von Sarah's Back Blog und ich entschieden, dass sich Pesto und Spätzle ganz hervorragend dafür eignen, Bärlauch lecker zu lagern und sind losgezogen.

Jede von uns war mir einem Beutel bewaffnet und zusammen haben wir etwa 500g Bärlauch gepflückt. Sarah war da etwas fleißiger als ich.

Und auch wenn ich wegen einer Weingummieskapade am Vorabend ein bisschen geschwächelt habe (mein Magen rebellierte, Weingummis sind Mist!), haben wir fünf Gläser Pesto und eine Riesenportion Spätzlesalat gemacht.
Bei mir gab es dann noch 500g Bärlauchbutter, die tiefgefroren ihrer Vernichtung entgegensinnt.

Wir haben ja schon Spinatspätzle gemeinsam gemacht, nun also gibt es Bärlauch:


Bärlauch-Spätzle-Salat

Bärlauch-Spätzle-Salat mit Tomaten und Champignons

Ergibt: 4 Portionen
Zeit: 30 Minuten
Schwierigkeit: einfach

Zutaten

  • eine Handvoll Bärlauch
  • 250g Weizenmehl
  • 2 Eier
  • etwa 50ml sprudelndes Mineralwasser
  • eine Prise Salz 
  • 100g Cherrytomaten
  • 100g braune Champignons
  • einen Schuss Olivenöl
  • Pfeffer

 

Zubereitung


Auf einer Herdplatte einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen.
Eine Schüssel mit kaltem Wasser daneben stellen.

Den Bärlauch mit einem Pürierstab oder im Mixer zerkleinern.
Dann Mehl mit Eiern, Mineralwasser und Salz vermischen. Den zerkleinerten Bärlauch ebenfalls unterrühren.

Die Tomaten waschen und halbieren und die Champignons in Scheiben schneiden. Mit Olivenöl in einer Schüssel ziehen lassen.

Wenn das Wasser kocht, Spätzle vom Brett oder mit einem Spätzlehobel (oder auch durch eine grobe Reibe) ins Wasser hobeln.

Wenn sie oben schwimmen, sind die Spätzle gar und können abgeschöpft werden. In die Schüssel mit kaltem Wasser geben. So kleben sie nicht so stark zusammen.

Den Vorgang so lange wiederholen, bis der Spätzleteig aufgebraucht ist.

Die Spätzle durch ein Sieb abgießen und zu den Tomaten und den Champignons geben.
Den Spätzlesalat gut pfeffern. Dann anrichten und genießen.

Bärlauch-Spätzle-Salat mit Tomaten und Champignons

Guten Appetit!






Süßkartoffeltarte mit Ziegenkäse - oder: Die Liebe zum Teig

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Wenn ich eine Sache echt mag, dann ist es Teig. Ich knete ihn total gerne und finde nichts schöner als vom gegangenen Hefeteig zu probieren.
Ich mag auch flüssigen Kuchenteig, herzhafte Bratlingmasse und zähen Spätzleteig.

Bei Teig bin ich irgendwie sicherer als beim Kochen. Bei merkwürdiger Konsistenz fällt es mir leichter, das zu korrigieren. Seltsamer Geschmack stellt sich normalerweise nicht ein. Ich habe die Zutaten im Griff und weiß, was wie wirkt.

Mein Mann sagt beim Kochen beispielsweise:
"Ich schmecke schon beim Würzen genau, ob es genug ist oder noch nicht. Ich weiß genau, wie die Soße schmeckt."
In Soßen bin ich übrigens ne Niete. Und weil ich darüber hinaus noch ungern abschmecke, passt irgendwie gar nichts.
Mein Mann schmeckt quasi ohne zu schmecken, schmeckt aber auch noch gerne ab. Vorteil für ihn, würd ich mal sagen.


Dabei fällt mir Hefeteig eigentlich immer leicht. Mein einziges Problem ist meist, dass ich zu wenig salze. Aber das gilt vielleicht generell.

An Nudelteig taste ich mich noch ran, aber bei Spätzleteig bin ich auch schon relativ sicher. Ich habe einen Standardteig für Muffins, der sich super abwandeln lässt und habe jetzt zum ersten Mal Quark-Öl-Teig gemacht.

Das eigentlich nötige Ei habe ich durch Chiamehl* ersetzt und war wirklich überrascht, wie gut er sich machte in meiner Süßkartoffeltarte mit Ziegenkäse.

Definitiv nicht das letzte Mal - er ist nämlich toll aufgegangen und bestimmt super für Obstkuchen!
Aber erstmal das Rezept für die

 Süßkartoffeltarte mit Ziegenkäse

Nahaufnahme Süßkartoffeltarte

Ergibt: 4 Portionen
Zeit: 35 Minuten
Schwierigkeit: einfach

Zutaten

Für den Teig

  • 150g Magerquark
  • 2 EL Reisdrink
  • 4 EL Rapsöl
  • 200g Dinkelmehl
  • 2 TL Backpulver 
  • 1 EL Chiamehl*
  • 1 Prise Salz 
  • etwas weiche Butter oder Margarine für die Tarteform

Für den Belag

  • 1 mittlere Süßkartoffel (200g)
  • 150g Ziegenfrischkäse (z.B. mit Kräutern)
  • 60g Fetakäse oder Hirtenkäse
  • 2 TL Pinienkerne
  • etwas Thymian
  • etwas Pfeffer

 

Zubereitung


Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Alle Zutaten für den Teig (bis auf die Butter) in eine große Schüssel geben und zunächst mit dem Löffel, dann mit der Hand zu einem festen Teig verkneten.

Die Tarteform fetten und den Teig auf der Arbeitsplatte ausrollen. Dann in die Tarteform geben (ein Rand sollte stehen bleiben) und 3/4 des Ziegenfrischkäses darauf verstreichen.

Die Süßkartoffel schälen und hobeln oder schmale Kreise schneiden. Auf dem Ziegenfrischkäse verteilen und den restlichen Käse sowie die Pinienkerne und Gewürze darauf verteilen.

Im Ofen für etwa 25 Minuten backen.

Süßkartoffeltarte mit Ziegenkäse
 

Guten Appetit!








*Das Chiamehl war in meiner nu3 Insiderbox, die mir von nu3 kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt wird. Viele der Produkte finde ich toll, darum integriere ich sie gern in meine Rezepte. Alles ehrlich also.

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