Apple Pies wie aus dem England-Urlaub

Nadine von Sweetpie hat bei ihrem Blogevent dazu aufgerufen, die liebsten Apfelrezepte zu sammeln und - oh Schande - ich muss gestehen, dass es Äpfel hier recht selten gibt.
Ja, wir essen mal den ein oder anderen oder ich schnibbel ihn morgens ins Müsli ... ich backe auch gerne mal Apfelkuchen (so etwa ein Mal im Jahr), aber ein Lieblingsgericht mit Äpfeln habe ich nicht.

Oder doch?
Apple Pie

Urlaubserinnerungen mit Apfel


Als ich klein war, waren wir oft im Urlaub in England. Meine Urgroßmutter hat dort gewohnt und außerdem gab es dort jede Menge kinderfreundliche Museen und schöne Strände. Und leckeres Essen.

Das mag dem ein oder anderen komisch vorkommen, schließlich ist die britische Cuisine nicht gerade für ihre Exklusivität bekannt.
Aber ich war ja klein. Es gab fantastische Getränke in Dosen (Tango Orange oder Tango Apple), die beste Schokolade (Cadbury) und unglaublich leckere Bramley Apple Pies.

Welchen Apfel nehmen?


Der Bramley aus Großbrittanien ist ein Kochapfel, der eher säuerlich ist. Außerdem verliert er viel Wasser, was ihn für Soßen perfekt macht.
Abgesehen davon, dass man ihn hier im Supermarkt vermutlich sowieso nicht bekommt, habe ich mir beim Apfelkauf aber keine Gedanken gemach, welcher Apfel wohl am besten wäre.

Da ich die Füllung meines Kuchens aber nicht zusätzlich süßen wollte, habe ich mich für den Elstar entschieden. Das klappt gut und gibt eine feine Füllung.

Dann mal ran an die:

Apple Pies

Apple Pies

Zeit: 90 Minuten
Schwierigkeit: mittel

Zutaten

Für den Teig:

  • 250g Mehl
  • 75g Zucker
  • 125g Butter in Flocken (kalt)
  • 1 Ei
  • eine Prise Salz
     

Für die Füllung:

  • 2 mittelgroße Äpfel (z.B. Elstar)
  • 25g Butter
  • Saft einer Zitrone
  • 1TL Zimt

Als Dekoration:

  • 2 EL Milch
  • etwas Zucker

Zubereitung

Ausgestochener Pie-Teig in MuldenAus Mehl, Zucker, kalter Butter, dem Ei und Salz einen Mürbeteig kneten.

Dazu alle Zutaten erst mit dem Handmixer, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.

Diesen dann zu einer Kugel rollen, in Frischhaltefolie einwickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Nun die Äpfel schälen und in Stücke schneiden.
Butter in einem Topf zerlassen, die Äpfel und den Zitronensaft hinzugeben.
Bei mittlerer Temperatur für etwa 10-15 Minuten köcheln lassen und gelegentlich umrühren.

Der Apfel sollte nun Flüssigkeit verloren haben und weich geworden sein.

Kleine Apple Pies werden befülltNun den Zimt hineinrühren.

Als nächstes die Backform fetten und mehlen.
Ich habe eine Muffinform aus Metall genommen, die sich wunderbar für kleine Pies eignet.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Mürbeteig nun dünn ausrollen (etwa 1/2cm dick) und mit einem Glas, das etwas größer ist als die Mulden in der Form, Kreise ausstechen.

Du brauchst doppelt so viele Kreise wie du Mulden in der Form hast.

Die Apple Pies kommen in den Ofen.Je einen Kreis in eine Mulde legen und einpassen.
Einen EL der Füllung nehmen und in die Mulde geben.

Dann den zweiten Kreis darauflegen und mit einer Gabel an den "Boden" andrücken.

Dann mit der Gabel Löcher in den "Deckel" stechen.

Wenn du noch Mürbeteig übrig hast, kannst du daraus auch Muster formen und die Pies damit dekorieren.

Jetzt für etwa 30 Minuten backen.

Wenn die Apple Pies fein gebräunt sind, sind sie fertig.

Mit einem Backpinsel etwas Milch auf die noch heißen Pies aufstreichen und ein wenig Zucker daraufrieseln lassen.


Guten Appetit!


Das ist also meine Kindheitserinnerung und vielleicht mein liebstes Apfelrezept.

Hast du auch eine besondere kulinarische Erinnerung an Urlaube?



“blogevent-zeigther-sweetpie“


6 Kommentare

  1. Oh das sieht ja echt köstlich aus! Ich esse leider auch viel zu selten Äpfel, obwohl meine Eltern zwei Äpfelbäume daheim haben. Mach wenn dann viel Kuchen mit Äpfel oder Muffins. Meine Mama verarbeitet diese auch häufig. Trotzdem sollte man viel mehr davon essen xD
    Deine Rezeptidee ist super <3

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    1. Meine Mama macht meist Apfelkompott oder -marmelade. Aber ich bin ja so selten dort, dann sind die Äpfel meist schon weg ;)

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  2. Ich habe ja noch nie Apple Pies selbst gemacht - das sollte ich dringend mal ändern. Wir haben noch so viele Äpfel zu Hause. Super finde ich auch das eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern gemacht hast.
    LG Steffi

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    1. Hatte ich vorher auch noch nie, geht aber tatsächlich ganz schnell und einfach :)
      Die Schritt-für-Schritt-Anleitung war mir deswegen wichtig, weil man von außen bei den Dingern ja nicht sieht, was innen passiert ;)
      (Und ich stell mich bei Beschreibungen ohne Bildern immer so dämlich an ...)

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  3. Liebe Caro,
    wie kann es denn sein, dass man kein Apfelkuchen Fan ist?! Ist auf jeden Fall besser für die Figur, ich spreche da aus Erfahrung. ;)
    Deine Apple Pies sehen grandios aus, ein ganz tolles Rezept für das Event.
    Danke dir ♥

    Liebste Grüße
    Nadine

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    1. Liebe Nadine,
      ganz so war es nicht gemeint: Ich backe zwar selten Apfelkuchen, mag ihn aber trotzdem total gerne. Ich hab nur einfach kein Lieblingsrezept, weil ich ihn in fast allen Varianten (außer Marzipan) mag :D

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